Woher nervöse Unruhe kommt und was dagegen hilft

Frau entspannt mit einer Tasse Tee gegen Nervosität

Die Abschlussprüfungen nächste Woche oder das Vorstellungsgespräch am Montag? Das sind wohl Situationen, auf die ein Großteil der Menschen nervös reagiert. Typische Symptome sind dann der bekannte Angstschweiß – besonders an den Händen – aber auch Schlafstörungen. Mehr über Ursachen und Symptome sowie Maßnahmen, die Betroffenen bei nervöser Unruhe helfen können, erfahren Sie hier.

Nervös und unruhig – was sind die Ursachen dafür?

Eine akute Nervosität ist in der Regel auf bestimmte, angstauslösende Situationen zurückzuführen. Sie können in naher oder ferner Zukunft liegen und nur der Gedanke daran lässt bei Betroffenen das Herz schneller schlagen. Kurz: sie reagieren nervös. Die Ursache der Nervosität ist oftmals die Angst, einer Situation nicht gewachsen zu sein, eine Aufgabe nicht zu schaffen oder den Erwartungen anderer nicht gerecht zu werden. Daher sind viele Menschen vor folgenden Ereignissen ständig nervös:

  • mündliche oder schriftliche Prüfungen
  • wichtige Gespräche, beispielsweise ein Vorstellungsgespräch
  • anstehende private oder berufliche Entscheidungen

Ein bisschen nervös zu sein ist dabei nicht schlimm – in Form von Lampenfieber oder aufgeregter Vorfreude auf ein schönes Ereignis wird nervöse Unruhe von vielen Menschen durchaus positiv wahrgenommen. Und auch vor Prüfungen kann ein wenig Nervosität sogar die Konzentration steigern. Ist das Gefühl jedoch mit Angst verbunden, können nervöse Unruhezustände im schlimmsten Fall zu kompletten Aussetzern (Black-Outs) führen und Körper und Geist starkem Stress aussetzen.

Neben speziellen, stress- und angstauslösenden Situationen spielen die Lebensgewohnheiten ebenfalls eine Rolle als Auslöser für nervöse Unruhe. Wer beispielsweise viel Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke zu sich nimmt, hat vermutlich häufiger mit Nervosität zu kämpfen. Das gleiche gilt für Menschen, die gerade versuchen, sich das Rauchen abzugewöhnen.

Ebenso nicht zu vernachlässigen sind psychische und körperliche Erkrankungen als Ursache dafür, dass man ständig nervös ist. Das sind zum Beispiel Angststörungen, Depressionen, eine Schilddrüsenfehlfunktion oder Bluthochdruck. Eine Untersuchung beim Arzt ist daher besonders bei langanhaltender, nicht auf eine bestimmte Situation bezogene nervöse Unruhe anzuraten.

Nervöse Unruhe? Das sind die Symptome

Akute Nervosität lässt sich als Zustand der inneren Anspannung und starker Unruhe beschreiben. Der Köper gerät dabei unter Stress und zeigt die dafür typischen Anzeichen. Wer nervös ist, leidet daher unter anderem an folgenden Symptomen:

  • zitternde und/oder verschwitzte Hände
  • allgemein starke Schweißausbrüche
  • beschleunigter Herzschlag bis hin zu Herzrasen
  • Magenschmerzen
  • Röte im Gesicht und aufsteigende Hitze

Doch nicht nur der Körper, auch der Geist muss mit den Ursachen der Nervosität und dem dazugehörigem Stress fertig werden. Neben den körperlichen Beschwerden haben ständig nervöse Menschen daher häufig auch mit Schlafstörungen zu kämpfen; nachts wälzen sie sich dann hin und her oder wachen zwischendurch auf, weil ihnen die nervösen Gedanken auch im Schlaf keine Ruhe lassen. Gereiztheit und ein Gefühl der Unsicherheit können daneben ebenso auftreten wie eine ungewohnt aufbrausende Art. Jede Kleinigkeit wird dann zu einem großen Problem, auf das die Betroffenen emotional reagieren.

Hilfe bei Nervosität – Entspannungsübungen und pflanzliche Helfer

Bei akuter, situationsbedingter Nervosität empfinden es viele Betroffene als hilfreich, auf verschiedene Entspannungsübungen zurückgreifen zu können. In manchen Fällen reicht schon die Bewegung bei einem kleinen Spaziergang aus, um die nervöse Unruhe abzubauen. Wer regelmäßig zu nervösen Reaktionen neigt, kann möglicherweise durch spezielle Übungen wie dem autogenen Training zu mehr Gelassenheit finden. Koffeinhaltige Getränke aus seinem Alltag zu verbannen, kann sich zusätzlich positiv auf eine entspannte Geisteshaltung auswirken.

Oftmals reichen diese Maßnahmen jedoch nicht aus, um nervöse Unruhezustände im Alltag zu vermeiden – selbst wenn sich betroffene Menschen bewusst versuchen, zu entspannen. Die Nervosität ist in dem Fall zu stark oder schon zur Gewohnheit geworden. Präparate auf pflanzlicher Basis können dann schonende Hilfe bei Nervosität bieten und den Geist sanft zur Ruhe bringen. Sie haben den Vorteil, dass sie in der Regel gut vertragen werden und arm an Nebenwirkungen sind. Vor allem Baldrian hat sich bei Nervosität und nervöser Unruhe bewährt.

Nehmen die nervösen Unruhezustände überhand oder kommen noch Angstzustände oder gar Panikattacken hinzu, ist es sehr anzuraten, einen Arzt zurate zu ziehen. Er kann mit einem ausführlichen Anamnesegespräch den Ursachen für das nervöse Empfinden auf den Grund gehen. Dabei kommen die Lebenssituation, aber auch bekannte Krankheiten sowie regelmäßig eingenommene Medikamente zur Sprache, die Nervosität mit sich bringen können. Gibt es keine offensichtlichen Gründe für die Nervosität, kann eine Blutuntersuchung weiteren Aufschluss für körperliche Ursachen geben.