Burnout-Prävention: Wie lässt sich gegen Burnout vorbeugen?

Durch ein Burnout werden Betroffene mitunter für lange Zeit außer Gefecht gesetzt – das gilt sowohl für den Körper als auch für die Seele. Daher ist Prävention gegen Burnout das beste Rezept, um diese Beeinträchtigungen zu vermeiden. Zu Anfang gilt es, die Warnzeichen, die einem der Organismus sendet, nicht zu ignorieren. Doch welche Maßnahmen gibt es noch, um gegen Burnout vorbeugen zu können?

Burnout-Prävention durch Stressreduktion

Burnout-Prävention: Mann liest ein Buch, wie man einem Burnout vorbeugen kann

Eine wesentliche Ursache von Burnout ist Stress, der meistens durch Belastungen in der Arbeit, aber ebenso im sozialen Umfeld der Betroffenen bestehen kann. Dazu kommt, dass sich der Stress nicht nur für ein paar Tage, sondern über mehrere Wochen oder gar Monate zeigt. Daher gilt es, immer wieder die eigenen Angewohnheiten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern – und damit die Strapazen auf ein Minimum zu reduzieren. Diese Entlastung trägt maßgeblich zur Burnout-Prävention bei.


Beantworten Sie für sich einfach die folgenden Fragen:

  • Stellen Sie sich selbst und Ihre Gesundheit bewusst oder unbewusst für die Interessen anderer zurück?
  • Fühlen Sie sich als Versager, wenn Sie beruflich oder privat den Erwartungen nicht entsprechen?
  • Haben Sie hohe Ansprüche an sich und Ihre Arbeitsergebnisse?
  • Wenn Fehler passieren, machen Sie sich dafür in der Regel selbst verantwortlich?
  • Bitten Sie ungern um die Hilfe anderer?
  • Sind Sie schnell gereizt und aus der Fassung zu bringen?
  • Fühlen Sie sich unwohl in Ihrer Haut?
  • Ist Ihre Stimmung generell eher schlecht?
  • Bestimmt der Stress maßgeblich Ihren Alltag?
  • Kommen freizeitliche Aktivitäten in Ihrem Leben viel zu kurz?
  • Arbeiten Sie am Wochenende und sind Sie immer erreichbar, auch nach dem eigentlichen Feierabend?

Wenn Sie eine oder mehrere dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie gegen Burnout vorbeugen müssen oder bereits an der Erkrankung leiden. Ihre Antworten geben lediglich einen Anhaltspunkt darüber, wie gefährdet Sie aktuell sind. Auch unser Burnout Selbsttest kann Ihnen erste Anhaltspunkte liefern. Übergeordnetes Ziel ist es, Sie zum Nachdenken zu bringen: Welche Verhaltensweisen oder Angewohnheiten gibt es in ihrem Leben, die Ihrer Gesundheit oder Ihrem Wohlbefinden schaden – und wie könnten Sie diese ändern?

Um einem Burnout vorzubeugen, sollten Sie darauf achten, möglichst viele dieser Fragen mit „Nein“ zu beantworten. Dieses Ziel können Sie durch geeignete Maßnahmen in die Tat umzusetzen und in Ihren Tagesablauf integrieren. Was das im Konkreten für die Burnout-Prävention bedeutet, verraten wir Ihnen nun.

Burnout vorbeugen: Berücksichtigen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse

Hören Sie nur in Ihren Körper hinein: Machen Sie sich Gedanken, was Ihnen guttun würde. Was könnte Ihnen helfen? Setzen Sie dabei ruhig die Priorität bei sich selbst. Denn wer nur noch für andere lebt und fremden Zwängen nachgeht, bekommt schnell Frustration zu spüren.

In diesem Bewusstsein lassen sich zahlreiche Dinge finden, wie Sie einem Burnout vorbeugen können, wie beispielsweise

  • Entspannungstechniken anzuwenden oder autogenes Training zu betreiben. Das entspannt Körper und Geist und gibt Ihnen die Möglichkeit, vom Alltag abzuschalten.
  • die eigenen Ansprüche zurückzuschrauben, denn Zufriedenheit kommt von innen. Gehen Sie lockerer an die Herausforderungen des Lebens heran – werden Sie sich bewusst, was im Leben eigentlich zählt.
  • Leben Sie gesünder, indem Sie sich ausgewogen ernähren und genug schlafen. Wenn Sie bei letzterem Probleme haben, können natürliche Mittel wie Baldrian helfen.
  • Lernen Sie, nein zu sagen! Sie sind nicht für alles verantwortlich, was in Beruf oder Privatleben anfällt – und genauso wenig müssen Sie alle Probleme lösen oder immer perfekte Arbeit leisten.
  • Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte und unternehmen Sie Dinge, die gut für Sie sind – oder lassen Sie einfach mal die Seele baumeln. Das hebt die Stimmung und unterstützt Sie dabei, Stress zu kompensieren.

Falls Sie Probleme haben, die genannten Maßnahmen zur Burnout-Prävention selbst zu ergreifen, scheuen Sie bitte nicht den Gang zum Arzt. Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten, wenn man nicht mehr weiter weiß und die eigene Gesundheit auf dem Spiel steht. Mit Burnout ist nicht zu spaßen – und auch bei der besten Prävention lässt sich professionelle Unterstützung manchmal nicht vermeiden.