Welche Therapie eignet sich bei Burnout?

Mann im Gespräch mit Ärztin über die Möglichkeiten der Burnout-Therapie

Dauerhaft ausgelaugt und ständig erschöpft zu sein sowie keinen Antrieb mehr zu haben, ist eine Sache. Das gegenüber sich selbst und anderen zuzugeben, eine ganz andere. Das Eingeständnis, Hilfe für ein Problem zu benötigen, fällt vielen Menschen immer noch sehr schwer. Doch genau darin liegt manchmal der erste Schritt in Richtung einer zielführenden Behandlung des Burnouts.



Es gibt viele Spezialisten, die sich mit Burnout beschäftigen und Methoden kennen, um die Betroffenen zu unterstützen. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Therapien zur Behandlung von Burnout.

Burnout: Behandlungsmöglichkeiten

Zunächst müssen Sie sich bewusstmachen, dass ein Burnout eine ernst zu nehmende Krankheit und vor allen Dingen nicht zu unterschätzen ist. Ihr Körper ist seit Langem ständigen Belastungen ausgesetzt, die er irgendwann nicht mehr kompensieren kann. Die Symptome eines Burnouts verstärken sich dann immer weiter, bis es irgendwann bei vielen Betroffenen zu einem Zusammenbruch kommt. Dann gilt es, schnell und konsequent zu handeln. Dabei bieten sich drei große Bereiche in der effektiven Behandlung von Burnout an:

  • (Psycho-)Therapie gegen Burnout
  • Medikamente gegen Burnout
  • Vorbeugung gegen Burnout

Doch was umfassen diese Behandlungsmöglichkeiten genau?

Therapien gegen Burnout

Ein Burnout ist nicht zu verwechseln mit harmloseren Zuständen der Erschöpfung, die sich beispielsweise in vorübergehender Müdigkeit äußern. Letztere ist in der Behandlung nämlich wesentlich leichter in den Griff zu bekommen, als das bei einem Burnout der Fall ist. Nicht selten liegt diesem bereits ein tieferes seelisches Ungleichgewicht zugrunde, das sich zum Beispiel in Depressionen äußert. Eine Abgrenzung beider Krankheitsbilder ist dabei gelegentlich sogar für den Experten eine Herausforderung, wenngleich intensiven Gesprächen zwischen Arzt und Patient zur Diagnose beitragen.

Ziel einer Psychotherapie ist es, herauszufinden, warum sich der Betroffene dauerhaft ausgelaugt fühlt. Diese Form der Behandlung eines Burnouts kann sowohl ambulant als auch stationär vonstattengehen. Dies ist nicht zuletzt davon abhängig, was der Patient wünscht und wie schwerwiegend die Erkrankung bereits ist. Bei manchen Betroffenen ist das Burnout bereits so weit vorangeschritten, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, ihren Alltag selbstständig zu organisieren. Welche genauen Instrumente in einer solchen Therapie gegen Burnout angewandt werden, bleibt natürlich dem Arzt überlassen. Denkbar sind psychoanalytische Ansätze, genauso wie Einzel- und/oder Gruppengespräche sowie eine Verhaltenstherapie.

Abgerundet wird das in Spezialkliniken durch ein mitunter sehr großes Angebot an Sport- und Bewegungsmöglichkeiten, was nicht zuletzt dazu dient, die Patienten auf andere Gedanken zu bringen, die Stimmung zu heben und damit die Grundeinstellung positiv zu beeinflussen.

Was tun bei Burnout? Medikamente gegen Burnout

Geeignete Medikamente können eine effektive Therapie gegen ein Burnout unterstützen. Ein großes Problem stellt bei vielen Burnout-Patienten beispielsweise der Schlafmangel dar. Dieses Symptom lässt sich unter anderem durch die Einnahme von Präparaten auf Basis von Baldrian wieder lindern. Pflanzliche Mittel haben den Vorteil, dass sich in der Regel keine Abhängigkeit einstellt und auch keine Nebenwirkungen wie Tagesmüdigkeit auftreten.

Nimmt das Verhalten des Patienten hingegen verstärkt depressive Züge an, sind Mittel mit dem Bestandteil Johanniskraut oder stimmungsaufhellende Medikamente innerhalb der Behandlung eines Burnouts zu erwägen, um dem Betroffenen aus seiner Lethargie zu verhelfen. Zusätzlich können Arzneien verabreicht werden, die den Serotoninspiegel erhöhen und damit die Lust auf Unternehmungen steigern.

Präventive Maßnahmen zur Vorbeugung von Burnout

Die bisher aufgezeigten Arten der Behandlung hatten gemeinsam, dass Sie allesamt anzuwenden sind, wenn das Burnout bereits vorhanden ist. Wie bei vielen anderen Krankheitsbildern kann jedoch eine wirkungsvolle Prävention verhindern, dass sich ein Burnout überhaupt erst voll entwickelt.

So kann man beispielsweise darauf achten, die Erwartungshaltung an sich selbst herunterzuschrauben, innerhalb der Arbeit konsequent Pausen einzuhalten und auch tatsächlich Feierabend zu machen, also nicht ständig über das Handy erreichbar zu sein. Oder Sie sorgen durch sportliche Aktivität für eine angemessene Work-Life-Balance und achten auf ein generell gesünderes Leben, was sich zum Beispiel durch eine vitaminreiche Ernährung sowie ausreichend Schlaf erreichen lässt.