Stress bewältigen: So lässt sich Stress abbauen

Frau trinkt eine Tasse Entspannungstee, um Stress bewältigen zu können: Pausen als Element der Methoden zum Stressabbau

Die Suche nach den idealen Methoden zum Stressabbau und Stressmanagement ist allgegenwärtig: Jeder möchte sie finden, die optimale Herangehensweise – denn jeder hat mit Stress zu kämpfen. Mal mehr mal weniger, manchmal dauerhaft und manchmal nur kurzfristig. Um die Belastung nicht Überhand nehmen zu lassen und keine körperlichen wie psychischen Folgen zu riskieren, ist es daher wichtig, dem Stress rechtzeitig einen Riegel vorzuschieben. Doch wie muss die optimale Stressbewältigung genau aussehen?

Stress bewältigen – heute wichtiger denn je

Sorgen am und um den Arbeitsplatz, Verantwortungen und Verpflichtungen was die Familie betrifft, Prüfungsstress und, und, und: Die Stressbelastung nimmt heutzutage für viele Menschen immer mehr zu. Das ist nicht nur deshalb fatal, weil es hohen, akuten Druck für die Betroffenen bedeutet, sondern auch, weil starker Stress auf Dauer weitreichende Folgen für die körperliche und psychische Gesundheit hat. Um dieses Risiko zu umgehen oder bereits bestehende Stress-Symptome wieder abzubauen, muss daher die Frage nach der Stressbewältigung in den Vordergrund rücken.

Doch auch bei allem Bemühen, Stress zu reduzieren oder gleich von Anfang an zu vermeiden, ist eine Tatsache unumstößlich: Ein Leben ganz ohne jegliche Form von Stress ist und bleibt unmöglich. Dazu ist das Leben viel zu komplex und an zu viele Herausforderungen geknüpft. Deshalb sollte es bei der Stressbewältigung nur zum Teil darum gehen, den Stress in seiner Gesamtheit zu eliminieren.

Hauptaugenmerk muss auf dem richtigen Umgang mit Stress liegen: Wie lässt sich das Gefühl der Belastung, das durch Stress entsteht, abbauen? Wie schaffe ich es, Stress nicht mehr als Stress wahrzunehmen?

Was tun gegen Stress – Methoden zum Stressabbau

Wer es schafft, den Herausforderungen des Lebens gelassener zu begegnen, ist weniger anfällig für Folgeerkrankungen wie Burnout oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die großer Stress sonst oft nach sich zieht. Gerade deshalb ist es so wichtig, die Ziele der Stressbewältigung vor allem auf die innere Haltung der Betroffenen auszurichten. Doch wie kann das gelingen?

Die folgenden Tipps und Tricks können maßgeblich zu einem gelungenen Stressmanagement beitragen:

  • Arbeiten Sie an der eigenen Einstellung.
    Nein, damit sind nicht Gedanken à la „Stress? Pah, macht mir doch nichts aus!“ gemeint – denn so einfach ist es leider nicht, die Belastung durch Stress abzuschütteln. Viel eher sollte es hier darum gehen, die Ansprüche, die Sie an sich selbst stellen, herunterzuschrauben und eine neue Perspektive zu gewinnen. Erwarten Sie nicht immer Top-Leistungen und tausendprozentigen Einsatz von sich – geben Sie sich stattdessen auch einmal mit 90 Prozent zufrieden. Machen Sie sich bewusst: Sie tun, was Sie können – sei es nun auf der Arbeit, im Haushalt oder bei einer Prüfung – und mehr geht nicht. Übernehmen Sie sich nicht jedes Mal, haken Sie Aufgaben auch einmal ab. What’s done is done.
  • Mit einem strukturiertem Alltag Stress bewältigen.
    Viele Menschen wachen morgens schon mit dem Gedanken an den riesigen Berg an Aufgaben auf, der heute vor ihnen liegt. Die Menge an Herausforderungen scheint so gigantisch, dass die Angst davor schon der Beantwortung der Fragen „Wo anfangen?“ und "Wie soll ich diesen Stress bewältigen?" im Weg steht. Doch das muss nicht sein: Legen Sie sich vorher einen Plan für den Tag zurecht. Überlegen Sie, was Sie wann erledigen möchten und halten Sie das am besten schriftlich fest. An dieser Struktur können Sie sich festhalten und allmählich alles abarbeiten. Das mag zwar die Arbeit an sich nicht verringern – schafft aber etwas mehr Ruhe und bringt Ordnung in das Chaos. Und allein der kleine Handgriff, erledigte Aufgaben genussvoll durchzustreichen, kann schon maßgeblich zur Stressbewältigung beitragen.
  • Machen Sie die Freizeit zum festen Termin.
    Wer viel zu tun hat und eine große Menge Verantwortung stemmen muss, sei es nun im Büro oder in der Familie, vergisst darüber oft sich selbst. Die eigene Erholung tritt in den Hintergrund – schließlich ist noch so viel zu tun. Genau das ist der entscheidende Fehler: Überarbeiten Sie sich vollkommen, sind Sie weder dazu in der Lage, weiterhin allen Anforderungen gerecht zu werden, noch tun Sie Ihren Kollegen, Ihren Kindern oder Ihrem Partner einen Gefallen damit – ganz im Gegenteil. Phasen der Entspannung helfen, den Stress zu bewältigen und abzubauen. Setzen Sie sich dazu einen festen Termin im Kalender; auch wenn es nur eine halbe Stunde ist, in der Sie sich nur um sich kümmern. Nehmen Sie ein kuschelig warmes Bad, lesen Sie ein gutes Buch oder tun Sie ganz einfach gar nichts.
Ganz wichtig:
Lassen Sie dabei keine Unterbrechung zu!
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken.
    Zwar klingt dieser Tipp zur Stressbewältigung schon etwas abgedroschen, doch hat er deswegen nicht an Relevanz verloren. Testen Sie es einmal aus: Besuchen Sie einen Kurs für Anfänger und geben Sie Yoga, Qigong, Autogenem Training oder einer der anderen Entspannungstechniken eine Chance. Sehr wahrscheinlich werden Sie sich danach besser fühlen, denn hier geben Sie Ihrem Körper wieder die Gelegenheit, sich zu entspannen. Sie hören – wahrscheinlich zum ersten Mal seit langem – in sich hinein und entdecken sich selbst neu. Auf Dauer lernen Sie so, besser auf die Bedürfnisse Ihres eigenen Körpers einzugehen, dem eigenen Wohlbefinden eine Priorität zu geben und somit Stress bewältigen zu können.
  • Schlafen Sie – aber richtig.
    Um den stressigen Alltag, mit dem unzählige Menschen konfrontiert sind, überhaupt bewältigen zu können, ist es wichtig, genügend Energie dafür mobilisieren zu können. Dazu gehört neben einer gesunden, abwechslungsreichen Ernährung auch erholsamer Schlaf. Für möglichst ungestörten, ruhigen Nachtschlaf sollten Sie daher alle technischen Geräte aus dem Schlafzimmer verbannen, einen möglichst einheitlichen Schlaf-Rhythmus einhalten und sich vor allen Dingen bemühen, Gedanken an den Stress vor der Schlafzimmertür abzulegen. Das ist nicht leicht – kann mit etwas Übung aber durchaus gelingen.
  • Es ist keine Schande, sich professionelle Hilfe zu suchen.
    Die Stressbewältigung ist durchaus eine Problematik, die neben dem Stress selbst zur Herausforderung werden kann. Und damit müssen Sie nicht allein klarkommen: Lassen Sie sich von einem Therapeuten oder Psychologen dabei unterstützen, Stressfaktoren zu erkennen und den Stress selbst letzten Endes abzubauen – vor allem, wenn Sie sowieso schon eindeutige Stress-Symptome wie Erschöpfung oder depressive Verstimmungen zeigen.

Neben all diesen Methoden zum Stressabbau, die wir Ihnen vorschlagen, gilt es für Sie aber auch eigene Techniken zu finden, mit denen Sie Stress reduzieren oder vermeiden können. Halten Sie die Augen offen und testen Sie einfach, wie Sie Stress bewältigen können. Mit der Zeit wird Ihr Repertoire an Hilfestellungen wachsen und Sie werden besser mit der Belastung durch Stress zurechtkommen.