Hausmittel zum Einschlafen: Mehr als nur Milch mit Honig

Beim Thema Hausmittel zum Einschlafen denken die meisten Menschen vielleicht an eine Tasse heiße Milch mit Honig und das war es dann mit den spontanen Einschlaftricks. Dabei gibt es weit mehr, was Sie bei leichten Schlafstörungen zumindest einmal ausprobieren können. Einen Überblick über mögliche Hausmittel erhalten Sie hier.

1. Hausmittel zum Einschlafen: Die richtige „Ausrüstung“ zum Schlafen

Um zur Ruhe zu kommen, brauchen wir es bequem. Niemand schläft gerne auf einer zu harten Matratze oder in einem zu warmen Pyjama. Ein wichtiger Einschlaftrick heißt also, alles dafür zu tun, dass man es möglichst bequem hat. Bei der Wahl der richtigen Matratze gilt die Regel: Wenn Sie auf dem Rücken liegen, sollte kein Hohlraum zwischen Ihrem unteren Rücken und der Liegefläche entstehen. Stattdessen sollte die Matratze Ihren Rücken stützen.

Auch beim Thema Nachtwäsche ist es ratsam darauf zu achten, dass sie:

  • bequem ist
  • nicht zu dick oder zu dünn ist
  • nicht verrutschen kann

Ob das perfekte Outfit für die Nacht nun ein dicker Flanellpyjama ist oder eine kurze Hose mit Shirt, müssen sie selbst ausprobieren. Hauptsache, sie fühlen sich rundum wohl.

2. Hausmittel zum Einschlafen: Tee trinken

Tee kann eine gute Einschlaf-Hilfe sein, da er einerseits den Körper von Innen wärmt und andererseits mit Heilkräutern angereichert werden kann, die einschlaffördernde Eigenschaften besitzen.

  • Baldrian: Sie können entweder fertigen Baldrian-Tee in der Apotheke kaufen oder selbst einen Tee herstellen. Für die zweite Variante übergießen Sie einfach zwei Teelöffel zerkleinerte Baldrianwurzel mit einer Tasse kochendem Wasser. Lassen Sie das Ganze fünf Minuten abgedeckt ziehen und seihen Sie den Tee danach ab. Der Tee wird am besten noch warm vor dem Zubettgehen getrunken. Reiner Baldrian-Tee schmeckt vielen Menschen leider nicht sehr gut, deshalb können Sie sich alternativ auch ein fertiges Baldrian-Präparat – etwa in Tablettenform – in der Apotheke besorgen.
  • Lavendel: Besorgen Sie sich Lavendelblüten oder in Beuteln portionierten Tee in der Apotheke. Von den Blüten geben Sie zwei Teelöffel in eine Tasse und übergießen diese mit kochendem Wasser. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. Lavendeltee können Sie mehrmals täglich trinken.
  • Hopfen: Hopfenblüten erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Geben Sie einen Teelöffel in eine Tasse und übergießen Sie die Blüten mit kochendem Wasser. Zehn Minuten zugedeckt ziehen lassen und anschließend abseihen. Trinken Sie mittags und abends eine Tasse davon.

Eine Tasse Tee als Hausmittel zum schlafen

Tee ist eine sehr sanfte Einschlaf-Hilfe – sofort schlafen können Sie damit wahrscheinlich nicht. Es dauert rund drei Wochen, bis mit Tee Erfolge erzielt werden. Dann werden Sie aber im Regelfall bemerken, dass sich Ihr Körper mehr und mehr entspannen kann. Hinzu kommt, dass die Tasse Tee am Abend auch zu einem Einschlafritual werden kann, was ebenfalls schlaffördernd wirkt.

3. Hausmittel zum Einschlafen: Das perfekte Schlafzimmer als Einschlaf-Hilfe

Wer kennt das nicht: In einer ungewohnten Umgebung, beispielsweise einem Hotelzimmer, schlafen wir nicht so schnell ein wie zu Hause. Viele von uns müssen sich also sehr wohl und heimelig fühlen, um sofort einschlafen zu können. So gilt es, das eigene Schlafzimmer so zu arrangieren, dass man sich rundum wohlfühlt. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist die Einrichtung. Ein Schlafzimmer wirkt auf die meisten Menschen dann beruhigend, wenn es möglichst hell gestaltet und nicht zu vollgestellt ist.

Auch Gegenstände, die in irgendeiner Weise mit Arbeit in Verbindung gebracht werden können – volle Wäschekörbe, liegengebliebene Rechnungen oder gar der Arbeitslaptop – haben im Schlafzimmer nichts verloren. Genauso wenig sollte der Fernseher oder das Telefon seinen Weg in diesen Raum finden.

Zu kahl und steril sollte das Schlafzimmer allerdings auch nicht wirken. Ein paar Zimmerpflanzen und andere Deko-Elemente sind durchaus möglich. Manche Menschen hängen sich zudem Bilder an die Wände, die in irgendeiner Art und Weise beruhigend wirken: ein leerer Strand oder ein Waldweg beispielsweise.

Auch der Duft sollte nicht unterschätzt werden: Lavendel eignet sich beispielsweise gut für das Schlafzimmer. Ein Diffuser oder eine Duftkerze verströmen ein sanftes, nicht zu aufdringliches Aroma. Achten Sie jedoch darauf, zweimal täglich das Schlafzimmer gründlich zu lüften: Einmal direkt nach dem Aufstehen und dann wieder kurz vor dem Zubettgehen.

4. Hausmittel zum Einschlafen: Wärme

Wärme als Einschlaf-Hilfe bezieht sich nicht auf die Schlafzimmertemperatur – diese sollte nämlich mit 14 bis 18 Grad Celsius eher niedrig gehalten werden, um gut durchzuschlafen. Menschen mit Schlafstörungen sollten Ihren Körper lieber vor dem Zubettgehen aufwärmen. Besonders gut gelingt dies mit einem Vollbad. Beruhigende Badezusätze verstärken den Effekt. Fertige Badezusätze enthalten oft mehrere ätherische Öle wie Lavendel, Baldrian, Passionsblume und/oder Goldmohn. Wer nicht gerne badet, kann sich auch ein Fußbad gönnen. Beginnen Sie mit lauwarmem Wasser und geben Sie alle zwei Minuten ein wenig wärmeres Wasser hinzu. Diese langsame Temperatursteigerung verbreitet eine angenehme Müdigkeit.

Auch eine dicke Wolldecke und eine Wärmflasche können gute Dienste erweisen. Nehmen Sie sich beispielsweise noch etwas zu Lesen und machen Sie es sich unter der Decke so richtig gemütlich.

Neben Hausmitteln können auch Entspannungsübungen bei Schlafstörungen helfen. Alles dazu finden Sie unter Entspannungstechniken.