Rund um Schlaf und Schlafstörungen

Jede Nacht Schäfchen zählen oder vor dem Zubettgehen ein warmes Glas Milch trinken – um einschlafen zu können, greifen Betroffene zu den unterschiedlichsten Tricks. Denn Schlaf ist wichtig: Leiden wir an Schlafstörungen, nimmt dies nicht nur Einfluss auf die Nacht, sondern auch auf den nächsten Tag. Doch warum fällt uns Schlafen manchmal so schwer? Und was kann man dagegen tun? Was Sie über Schlafstörungen wissen müssen, haben wir für Sie zusammengestellt.

Warum Schlaf so wichtig ist

Abend für Abend dasselbe Spiel: Wir schlagen die Bettdecke zurück und legen uns Schlafen. Doch warum eigentlich? Zwar ist noch immer nicht geklärt, was der genaue Sinn von Schlaf ist, allerdings stehen folgende Gründe im Fokus:

  • Energiereserven auffüllen
  • Energie einsparen, da Nächte meist kälter sind
  • Immunsystem stärken

Auch wenn die Gründe noch nicht eindeutig geklärt sind, ist man sich doch einig: Schlaf muss sein. Und wer nachts nicht schlafen kann, schlecht oder zu kurz geschlafen hat, weiß, dass man sich am nächsten Tag müde und abgeschlagen fühlt. Schlafmangel hat meist auch eine verminderte Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie Stimmungsschwankungen zur Folge oder möglicherweise sogar Gedächtnisstörungen. Doch wenn Schlaf so wichtig ist, warum fällt er uns manchmal so schwer?

    Interessante Fakten rund um den Schlaf

  • Der Schlaf besteht aus fünf Phasen: Einschlaf-, Leichtschlaf, zwei Tiefschlafstadien und dem REM-Schlaf (Traumschlaf).
  • Ein Kleinkind benötigt circa 16 Stunden Schlaf pro Tag, während ein Erwachsener mit ungefähr 7 Stunden auskommt. Das Schlafbedürfnis variiert allerdings von Mensch zu Mensch.
  • Etwa ein Drittel des Lebens verbringen Menschen mit Schlafen.
  • Die Spezies bestimmt die Schlafart: So schlafen Kaninchen beispielsweise nur in kurzen Perioden von etwa fünf Minuten, da sie sich in freier Wildbahn einer ständigen Gefahr gegenübersehen.

Schlaflosigkeit: Warum kann ich nicht schlafen?

Wer unter Schlaflosigkeit (Insomnie) leidet, ist nicht alleine: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung hat damit zu kämpfen. Dabei sind es unterschiedliche Gründe, die zu einem schlechten Schlaf führen. Einige Auslöser finden sich in unserer Umwelt, beispielsweise in Form von

  • falscher Raumtemperatur,
  • einem zu hellen Schlafzimmer oder
  • lauten Umgebungsgeräuschen.

Inwiefern sich diese Faktoren auf den Schlaf auswirken, hängt von einem individuellen Empfinden ab. Gegenmaßnahmen lassen sich gegen diese Schlafstörer allerdings recht einfach umsetzen: ein gut isoliertes Fenster, die richtige Raumtemperatur und gut verschließbare Rollläden.

Neben solchen umweltbedingten Einflüssen ist besonders ein Faktor häufiger Auslöser für Schlaflosigkeit: Stress. Sind wir beispielsweise im Beruf oder im Privatleben stark eingespannt, stehen wichtige Entscheidungen oder Termine an, beschäftigt das viele bis in die Nachtstunden. Abends im Bett dreht sich dann das Gedankenkarussell. Zudem kann der Körper unter Stress nicht zur Ruhe kommen, er ist angespannt – und man kann nicht schlafen.

Darüber hinaus können ebenso körperliche Erkrankungen wie Rheuma oder Migräne für einen schlechten Schlaf sorgen. Meist hervorgerufen durch Schmerzen oder Beschwerden wie Zittern, fällt es den Betroffenen schwer, ein- oder durchzuschlafen. Aber auch psychische Krankheiten, unter anderem Depressionen und Angstzustände, können dafür verantwortlich sein, dass der Schlaf gestört ist.

Wieder gut schlafen: Die Behandlungsmöglichkeiten von Schlafstörungen

Übermüdete Frau schläft auf der Arbeit ein, weil sie wegen ihrer Schlafstörung nachts nicht schlafen kann

Die einen kämpfen mit einem unruhigen Schlaf und wachen mehrmals in der Nacht auf, während andere Probleme mit dem Einschlafen haben oder zu früh wieder aufwachen – Schlafstörungen äußern sich durch vielfältige Symptome. Gelegentliche Schlafprobleme sind eigentlich kein Grund zur Sorge – sie sind meist vorübergehender Natur. Betroffene können dann selbst aktiv werden und Gegenmaßnahmen ergreifen. Unter anderem stehen folgende Möglichkeiten zur Wahl:

  • Eine innere Anspannung ist häufig der Auslöser für Schlaflosigkeit. Daher sind Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Autogenes Training eine gute Möglichkeit, die körperliche Spannung zu lösen.
  • Festgefahrene Denkmuster oder negative Gedanken können den Schlaf ebenfalls stören. Mithilfe der kognitiven Therapie soll erreicht werden, dass sich die Einstellung und das Verhalten des Betroffenen gegenüber dem Schlaf ändert.
  • Pflanzliche Schlafmittel wie beispielsweise Baldrian sind bei Betroffenen sehr beliebt, da ihnen eine schlaffördernde und beruhigende Wirkung zugesprochen wird.

Selbstverständlich gibt es noch mehr Maßnahmen, die Sie ergreifen können. Welche das sind, verraten wir Ihnen in unserem Behandlungstext.

Nicht immer ist es jedoch möglich, die Schlafstörung in Eigenregie zu behandeln. So liegt bei körperlicher oder psychischer Ursache der Fokus in erster Linie auf der Behandlung der Erkrankung. Mit deren Besserung gehen in der Regel auch die Schlafstörungen zurück. Eine geeignete Behandlung kann Ihnen Ihr Arzt empfehlen.

Fazit: Schlafen Sie gut

Schlafstörung ist ein Phänomen, das viele plagt – dabei muss das nicht sein. Sofern keine körperlichen oder psychischen Erkrankungen vorliegen, können Sie meist selbst aktiv werden. Probieren Sie aus, welche Methode die beste für Sie ist – und holen Sie sich Ihren erholsamen Schlaf zurück!