Die vielen verschiedenen Symptome von Burnout

Wenn Sie sich fragen „Habe ich Burnout?“ – dann gibt es viele Anzeichen, auf die Sie achten und an denen Sie dies festmachen können. Dabei werden körperliche Symptome des Burnouts von seelischen unterschieden. Ebenso treten innerhalb der Phasen des Burnouts verschiedene Symptome auf, die wiederum denjenigen ähneln können, die mit einem chronischen Erschöpfungssyndrom verbunden sind. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen rund um die Symptome bei Burnout zusammengefasst.

Burnout Phasen: Anzeichen der Erkrankung in verschiedenen Stadien

Junge Frau leidet unter den Symptomen eines Burnouts

Zunächst gibt es diejenigen Symptome, die sich über den gesamten Verlauf eines Burnouts ziehen. Dazu gehört allen voran eine dauerhafte Erschöpfung und Müdigkeit. Betroffene haben gewissermaßen verlernt, sich zu entspannen und finden daher keine Erholung mehr.




Ebenso lassen sich aber Symptome von Burnout finden, die für eine bestimmte Phase der Erkrankung charakteristischer sind als für eine andere. Meist wird eine Burnout-Erkrankung in drei Phasen eingeteilt:

Anfangsphase mit zu viel Engagement

Ein gängiges Anzeichen von Burnout ist ganz zu Beginn der Erkrankung der Umstand, dass sich Betroffene förmlich in Arbeit stürzen – und nicht mehr richtig abschalten, weil sie ihre Aufgaben für wichtiger halten als die eigene Gesundheit. Dies äußert sich zum Beispiel dadurch, dass die Betroffenen nach Feierabend oder sogar im „Urlaub“ erreichbar bleiben und ständig die geschäftlichen E-Mails lesen, obwohl die vereinbarte Arbeitszeit pro Tag lange schon vorüber ist. Eine wirkliche Erholung ist dann kaum noch möglich, da sie eigene, ernstzunehmende Bedürfnisse, hintenanstellen. Die Folge, die früher oder später eintritt, ist eine Erschöpfung, die sie deutlich weniger leistungsfähig macht.

Wenn Sie solche Verhaltensweisen bei sich selbst über eine längere Dauer hinweg beobachten, können Sie durch geeignete Maßnahmen zur Vorbeugung aber noch positiv auf Ihre Gesundheit einwirken.

Auf Engagement folgt Erschöpfung und Leistungsabfall

Das übermäßige Engagement bei der Arbeit zusammen mit der zunehmenden Erschöpfung führt oft in einen Teufelskreis. Der Chef erwartet irgendwann von Ihnen bessere Ergebnisse als von Kollegen. Ganz einfach, weil Sie diese immer gezeigt haben. Wie und unter welchen Opfern Sie das angestellt haben, tritt dabei meist in den Hintergrund. Das Gleiche gilt übrigens ebenso für den privaten Bereich: Besonders viele berufstätige Mütter müssen neben der täglichen Arbeit noch den Haushalt und die Familie organisieren. Zwar sollte dies – Stichwort Gleichberechtigung – bereits zwischen den Geschlechtern anders aufgeteilt sein, in der Praxis ist das in vielen Familien aber noch nicht so. Deshalb sind gerade viele Frauen von den Symptomen von Burnout betroffen, weil sie den fremden und auch den eigenen Erwartungen, die von allen Seiten an sie gestellt werden, auf Dauer nicht gerecht werden.

Dann lässt das eigene Engagement, die täglichen Aufgaben zufriedenstellend zu bearbeiten, aus purer Erschöpfung nach. In der Folge verfallen viele in eine negative Stimmung, weil sie ihrem positiven Selbstbild nicht mehr entsprechen. Die generelle Leistungsfähigkeit nimmt ab, verbunden mit einer größeren Reizbarkeit, die letztendlich einer großen Gleichgültigkeit weicht. In dieser Phase von Burnout nehmen die körperlichen Symptome stark zu.

Überforderung und Verzweiflung in der letzten Burnout-Phase

Wenn ein Burnout nicht zielgerichtet behandelt wird, kann das in der letzten Phase zu einem Zustand purer Verzweiflung führen. Daher sollte schon zuvor Hilfe bei Burnout in Anspruch genommen werden. Denn es gilt: Je früher man gegensteuert, umso wahrscheinlicher und leichter ist eine vollständige, uneingeschränkte Heilung.

Die körperlichen Symptome von Burnout

Innerhalb der verschiedenen Phasen von Burnout lassen sich sowohl seelische als auch körperliche Symptome finden, die das Krankheitsbild charakterisieren. Dabei sind erstere in der Überzahl. Die körperlichen Anzeichen von Burnout sind meist deren Folge und werden daher psychosomatische Reaktionen genannt. Im Wesentlichen zählen dazu:

  • unzureichende Regeneration im Schlaf bedingt durch Albträume oder Probleme beim Ein- oder Durchschlafen
  • Verspannungen, die sich vor allem durch Rücken- und/oder Kopfschmerzen äußern
  • eine höhere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten, also Erkältungen, Grippe oder andere Erkrankungen
  • Störungen im Magen-Darm-Trakt verbunden mit Durchfällen und Erbrechen
  • hoher Blutdruck, Schmerzen im Brustbereich
  • sexuelle Unlust

Häufig versuchen Betroffene, die Beschwerden wie Kopfschmerzen durch die Einnahme von Schmerzmitteln oder ähnlichem zu reduzieren und somit ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten. Die wenigsten führen die Symptome auf ein entstehendes Burnout-Syndrom zurück.

Gleiche Symptome von Burnout und Erschöpfungssyndrom?

Manchmal fällt es selbst ausgewiesenen Spezialisten schwer, genau zu definieren, ob die Symptome nun für ein Burnout oder doch ein chronisches Erschöpfungssyndrom sprechen. Nicht selten sind dabei die Grenzen fließend. Bei beiden ist nämlich ein dauerhafter Zustand der Erschöpfung und Müdigkeit mit einer schrumpfenden Leistungsfähigkeit verbunden, die sich in Form einer immer größer werdenden Antriebslosigkeit äußert. Betroffene reduzieren soziale Kontakte und Aktivitäten auf ein Minimum. Die Folge können schwere Depressionen sein. Spätestens in diesem Fall sollte man sich professionelle Hilfe suchen, da die späte Phase von Burnout meist therapeutischer Unterstützung bedarf.