Antriebslosigkeit: Warum sie entsteht und was man dagegen unternehmen kann

Antriebslosigkeit ist ein Zustand emotionaler und/oder körperlicher Trägheit. Betroffene sind lust- und kraftlos, fühlen sich zudem schlapp und haben einfach keine Energie mehr. In der Folge fahren sie sämtliche Aktivitäten auf ein Minimum zurück – was die Leistungsfähigkeit noch zusätzlich verschlechtert. Gründe für das Entstehen von Antriebslosigkeit gibt es viele. Doch welche sind das genau? Und wie lässt sich Antriebslosigkeit überwinden?

Warum entsteht Antriebslosigkeit und wie genau äußert sie sich?

Lustloser Mann gähnt während der Arbeit, weil er unter Antriebslosigkeit leidet

Antriebslos zu sein, das heißt sich schläfrig, müde, träge oder gleichgültig zu fühlen. Dieser Zustand ist in der Regel nicht etwas, das nur über einen kurzen Zeitraum hinweg auftritt oder auf nur ein einzelnes Krankheitsbild zutrifft. Vielmehr kommt dieses Symptom als Begleiterscheinung bei einer Vielzahl von Erkrankungen vor.

Das Vorliegen eines seelischen Ungleichgewichts – das wiederum ebenso aus vielen Gründen entstehen kann – ist häufig eine Ursache der Antriebslosigkeit. Man ist mit der eigenen Lebenssituation unzufrieden, hat einen geliebten Menschen aufgrund von Trennung oder Tod verloren und/oder man kommt einfach nicht mehr ohne weiteres mit den Herausforderungen des Alltags zurecht. In der Folge stellt sich oftmals Passivität ein.

Antriebslosigkeit kann aber genauso gut Ausdruck einer falschen Ernährung sein. Wir nehmen zu wenig Eisen oder Vitamine zu uns, was wiederum dazu führt, dass zu wenig Sauerstoff durch den Körper geleitet wird. Die Anzahl an roten Blutkörperchen ist entsprechend geringer; wir fühlen uns schlapp.

Die häufigste Ursache für Antriebslosigkeit ist jedoch die Kombination aus viel zu viel Stress und zu wenig Regeneration. Tag für Tag sind Betroffene den Anspruchshaltungen anderer ausgesetzt:

  • Der Chef möchte Unterlagen in zwei Stunden fertig auf seinem Schreibtisch haben.
  • Das Kind muss von der Schule abgeholt und zum Training gefahren werden.
  • Dazu müssen noch Lebensmittel eingekauft und etwas zum Essen vorbereitet werden.
  • Hinzu kommt sozialer Druck und privater Stress, wie zum Beispiel, sich mit der Familie oder Freunden treffen zu „müssen“.

Kein Wunder, dass da mancher Körper irgendwann mitteilt: So kann es nicht weitergehen! In der Konsequenz fährt der Organismus seine Aktivitäten auf ein Minimum zurück. Übrigens geschieht das alles zum Schutz der eigenen Gesundheit – quasi als Warnzeichen. Das sollte man sich immer wieder klarmachen und ernst nehmen. Umso wichtiger ist eine richtige Regeneration von den täglichen Belastungen. Denn wer neben dieser Belastung auch noch mit Schlafstörungen zu kämpfen hat und nichts unternimmt, das die eigene Zufriedenheit steigert, riskiert schlimmere und tiefergehende Erkrankungen wie Burnout.

Wie können Sie Antriebslosigkeit überwinden?

Da es nicht nur einen einzelnen Grund für Antriebslosigkeit gibt, existiert ebenso nicht nur eine Heilungsmethode. Lässt der Stress nach, klingt die Antriebslosigkeit oft von selbst wieder ab.

Bei langanhaltender Antriebslosigkeit, die aufgrund von Depressionen oder einer großen inneren Unzufriedenheit besteht, sollten Betroffene eine Psychotherapie beim Facharzt in Erwägung ziehen. Einerseits, um den tieferen Ursachen der Lustlosigkeit auf die Spur zu kommen und andererseits um diese effektiv zu bekämpfen.

Ist die Antriebslosigkeit ernährungsbedingt, lässt sich diese zum einen durch ein Blutbild leicht feststellen und zum anderen ebenso wieder durch eine erhöhte Aufnahme von Lebensmitteln mit dem Fokus auf mehr Vitamine und Jod beseitigen.

Um die eigene Regeneration zu fördern, gibt es einige Hilfsmittel. So kann man vor dem Einschlafen beispielsweise auf den beruhigenden Baldrian zurückgreifen.