Was ist eigentlich das Burnout Syndrom?

Der Begriff Burnout ist in der Presse und im Alltag inzwischen sehr gebräuchlich, dennoch wissen die wenigsten, was man genau darunter versteht. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Symptome eines Burnouts starke Ähnlichkeiten zu anderen Krankheitsbildern, wie dem akuten Erschöpfungssyndrom oder ebenso der psychovegetativen Erschöpfung, aufweisen.

Burnout Syndrom: Eine Erklärung

Chefin kritisiert Angestellte aufgrund ihrer Arbeitsergebnisse: Akutes Erschöpfungssyndrom oder Burnout als Folge von Überlastung

Ganz allgemein kann man sich dem Burnout Syndrom inhaltlich nähern, indem man einen Blick auf die Wortherkunft richtet. Burnout entstammt dem Englischen und bedeutet so viel wie ausgebrannt, also völlig erschöpft, zu sein. Daraus lässt sich ableiten, dass ein Burnout Syndrom gleichbedeutend ist mit einem Verlust an physischer und psychischer Leistungsfähigkeit. Betroffene erholen sich nicht mehr richtig von den Belastungen des Alltags und haben wenige positive Empfindungen.

Die Folge sind dauerhafte Zustände der Erschöpfung. Wie Sie ein solches Burnout erkennen, werden wir Ihnen näherbringen, indem wir zunächst kurz die verschiedenen Ursachen und Symptome vorstellen. Im Anschluss steht die Suche nach den Behandlungsmöglichkeiten des Burnout Syndroms im Fokus. Diese umfassen sowohl die direkte Hilfe als auch geeignete Maßnahmen, wie Sie einem Burnout vorbeugen können.

Wie kann ich ein Burnout Syndrom erkennen?

Ein Burnout Syndrom ist nicht zuletzt eine tief sitzende emotionale Erkrankung, die sowohl körperliche als auch seelische Anzeichen hat. Dennoch ist es wichtig, nicht zu dramatisieren. Wenn für ein paar Tage zum Beispiel eine gewisse Müdigkeit die Oberhand über Ihren Gesundheitszustand gewinnt, müssen Sie nicht gleich an einem Burnout leiden. Vom Vorliegen eines solchen Burnout Syndroms ist dann auszugehen, wenn mehrere Gegebenheiten aufeinandertreffen.

Zunächst einmal spielt die Analyse der Persönlichkeit eines Menschen eine große Rolle, wenn es um das Erkennen von Burnout geht. Zwei Gruppen gelten dabei als besonders gefährdet:

  • Zum einen Menschen mit wenig ausgeprägtem Selbstwertgefühl, welche die Tendenz haben, alles für andere zu tun, ohne auf ihr eigenes Wohl zu achten.
  • Zum anderen Personen, die hohe Ansprüche gegenüber sich selbst und ihren Arbeitsergebnissen haben. Der Druck, den diese Erwartungen auslösen, endet häufig in Zuständen der Erschöpfung, da die oftmals unrealistischen Zielsetzungen an der Wirklichkeit scheitern.

Wer einer dieser beiden Persönlichkeitsgruppen angehört, ist grundsätzlich gefährdeter als andere Menschen, irgendwann an einem Burnout Syndrom zu leiden.

Korrespondieren diese charakterlichen Eigenschaften vielleicht noch mit den folgenden Symptomen?

  • Sind Sie immerzu antriebslos und müde?
  • Bestimmt nur noch die Pflichterfüllung – sei es beruflich und/oder privat – Ihr Leben?
  • Haben Sie seit Langem keine Zeit mehr für Dinge, die Ihnen guttun?
  • Schlafen Sie schlecht oder nicht genug?
  • Häufen sich körperliche Beschwerden? Das heißt, haben Sie vermehrt Muskelverspannungen, Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen?
  • Sind Sie generell anfälliger für Infekte als früher?
  • Nehmen andere körperliche Leiden, wie Schmerzen im Brustbereich, Probleme im Magen-Darm-Trakt oder im Sexualleben ebenso zu?

Wenn Sie mehrere oder gar alle dieser Fragen mit „Ja“ beantworten können, ist Vorsicht geboten, da es sich hierbei um potenzielle Burnout-Symptome handelt. Unter Umständen ist Ihre Gesundheit gefährdet und das Vorhandensein eines Burnout Syndroms, eines akuten Erschöpfungssyndroms oder einer psychovegetativen Erschöpfung wahrscheinlich. Im Besonderen gilt das, wenn Sie sich selbst noch in einer der beiden oben beschriebenen gefährdeten Gruppen einordnen würden. Eine genaue Definition der Erkrankung sollte in solchen Fällen jedoch der Arzt vornehmen.

Akutes Erschöpfungssyndrom: Hilfe und Vorbeugung

Eine Weisheit gilt fast immer, ebenso bei akutem Erschöpfungssyndrom und Burnout Syndrom: Es ist nie zu spät, etwas zu verändern und gegenzusteuern.

Wenn Sie nur wenige der oben vorgestellten Symptome bei sich entdecken, können Sie noch selbst Wesentliches zu Ihrem Genesen beitragen. Zunächst sollten Sie akzeptieren, dass Ihr Körper Ihnen Warnzeichen sendet und darauf mit konkreten Verhaltensänderungen reagieren. Sollten Sie zum Beispiel schlecht schlafen, versuchen Sie es doch einmal mit der Einnahme von Baldrian. Er kann gegen Schlafstörungen wirken und beim Ein- und Durchschlafen helfen. Oder nehmen Sie sich konsequent Zeit für Dinge, die Ihnen emotional guttun und damit für einen geeigneten Ausgleich zu den täglichen Belastungen sorgen. Dazu gehört zum Beispiel

  • Sport zu treiben,
  • Zeit mit Freunden zu verbringen oder
  • konsequent das Geschäftshandy nach Feierabend auszuschalten.

All dies trägt dazu bei, den Stress zu reduzieren. Sollten bei Ihnen hingegen eine Vielzahl der Symptome eines Burnout Syndroms zusammentreffen und dazu Ihr Naturell zu den gefährdeten Gruppen zählen, geben wir Ihnen einen zentralen Rat: Lassen Sie Hilfe zu. Es ist keine Schande, in bestimmten Situationen nicht mehr weiterzuwissen. Ein Experte unterstützt Sie zunächst dabei, Burnout zu erkennen und leitet im Anschluss eine entsprechende Therapie ein. Zusätzlich kann er oder sie geeignete Medikamente verschreiben, weil sich dies in der Praxis als eine zielführende Kombination erwiesen hat, ein Burnout Syndrom zu behandeln.