Gehören Sie dazu? Die verschiedenen Burnout-Risikogruppen

Arzt sitzt überfordert am Schreibtisch: Beruf, der zu Burnout-Risikogruppen zählt

Sich ausgelaugt fühlen und nicht mehr wissen, wohin mit der ganzen Arbeit – in diese Situation kann jeder einmal geraten. Wird dies jedoch zu einem Dauerzustand, kann die Folge davon Burnout sein. Es gibt bestimmte Berufs- und Personengruppen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, an Burnout zu erkranken, höher ist als bei anderen. Lesen Sie hier, wer zu den Burnout-Risikogruppen gehört.

Jobauswahl spielt tragende Rolle: Berufe, die zu den Burnout-Risikogruppen zählen

Globalisierung, gesteigerter Wettbewerb, schnelle Einführung neuer Technologien und dann noch der persönliche Ehrgeiz: Dies alles sind Faktoren, die den Job zum Burnout-Auslöser machen können. Laut dem Marktforschungsinstitut EMNID ist jeder vierte Arbeitnehmer aufgrund seines Berufes Burnout-gefährdet1. Dazu tragen die folgenden persönlichen Einstellungen ebenso wie äußere Ursachen bei:

  • Wunsch nach Anerkennung
  • übermäßiger Ehrgeiz
  • hohe Erwartungshaltung sich selbst gegenüber
  • keine Zeit für soziale Kontakte
  • ständige Erreichbarkeit
  • kein wirklicher Feierabend
  • generell schlechte Work-Life-Balance

Diese inneren und äußeren Ursachen können jeden betreffen, egal in welchem Job er arbeitet. Allerdings gibt es gewisse Berufe, die zu den Burnout-Risikogruppen zählen.

Manager und Führungskräfte: Nach einem 16-Stunden-Tag nach Hause kommen und selbst dann klingelt das Arbeitshandy noch – in dieser Situation finden sich viele Menschen in Leitungspositionen wieder. Durch den ständigen Leistungsdruck, die große Verantwortung und die geringe Zeit für Familie und Freunde sind Manager und Führungskräfte häufig Burnout-gefährdet.

Tätige in sozialen Berufen: Auch sie zählen zu den Burnout-Risikogruppen. Egal ob Lehrer, Pflegepersonal oder Ärzte: Alle Arbeitnehmer, die eine hohe soziale Verantwortung tragen, sind grundsätzlich von Burnout gefährdet. Zum einen sind es zwischenmenschliche Extremsituationen, wie zum Beispiel der Umgang mit dem Tod in Pflegeberufen, die einen nachts möglicherweise nicht einschlafen lassen. Zum anderen kann die soziale Verantwortung anderen Menschen gegenüber schnell an die Grenzen bringen.

Auch Mütter und Kinder können Burnout gefährdet sein

Neben verschiedenen Berufssparten gehören auch Mütter sowie Kinder und Jugendliche zu den Burnout-Risikogruppen. Bei den Müttern sind es vor allem berufstätige Frauen, die gefährdet sind. Neben dem Job den Haushalt bewältigen und sich um die Kinder kümmern – viele Frauen kennen das. Kommt dann noch die Pflege von Eltern oder Schwiegereltern dazu, kann das sehr belastend sein.

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Kinder und Jugendliche zählen ebenfalls zu den Burnout-Risikogruppen. Aber warum? So ist es doch die kindliche Unbeschwertheit, worum Erwachsene Kinder oftmals beneiden. Häufig tragen Kinder und Jugendliche allerdings größere Lasten mit sich herum als wir denken. Besonders Burnout-gefährdet sind sie, wenn sie einen übermäßigen Hang zum Perfektionismus haben und vor allem in der Schule zu ehrgeizig sind. Weitere Ursachen neben den persönlichen Eigenschaften können auch äußere Faktoren sein. Die folgenden Beispiele zeigen auf, warum Menschen in diesem Alter ebenfalls gefährdet sind, an Burnout zu erkranken:

  • der stetige Leistungsdruck, gut in der Schule zu sein
  • ein zu großes Arbeits-/ Stresspensum durch Nachmittagsunterricht, Lernen, Hausaufgaben, Mitgliedschaften im Verein oder ähnliches
  • der Vergleich mit Freunden und der damit einhergehende Druck, „cool“ zu sein
  • Mobbing, vor allem in der Schule

Neben Kindern und Jugendlichen sollen auch immer mehr Studenten von einigen dieser Gefährdungsmerkmale betroffen sein. Laut einer Pressemitteilung des AOK Bundesverbandes sind Studierende in Deutschland immer mehr gestresst2. Ein Wandel, der dazu geführt hat, dass auch sie durch stetig steigenden Leistungsdruck bereits zu den Burnout-Risikogruppen zählen.

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1Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland. Abgerufen unter: http://www.bdp-verband.org/aktuell/2008/bericht/BDP-Gesundheitsbericht-2008.pdf (Stand: 20.11.2017)

2AOK Bundesverband: Deutschlands Studenten sind gestresst. Abgerufen unter: http://aok-bv.de/presse/pressemitteilungen/2016/index_17265.html (Stand: 20.11.2017)