Baldrian: Hilfe bei Schlafstörungen

Stress, Überlastung, Ängste und Sorgen: Es gibt viele Gründe, warum wir uns manchmal nachts hin und her wälzen, anstatt ein Auge zuzutun. Rund 25 Prozent der Menschen hierzulande geben sogar an, an regelrechten Schlafstörungen zu leiden . Dann ist Hilfe gefragt, denn Schlafmangel wirkt sich negativ auf den Alltag aus. Eine Möglichkeit, um besser schlafen zu können, ist die Einnahme von Baldrian-Präparaten. Erfahren Sie hier, worauf dabei zu achten ist und erhalten Sie weitere wertvolle Tipps rund um das Thema Schlafen.

Besser schlafen mit Baldrian: So geht’s

Frau schläft wieder gut, da sie Baldrian als Hilfe bei Schlafstörungen einnimmt

Baldrian ist ein beliebtes pflanzliches Mittel bei Schlafstörungen. Und das aus durchaus gutem Grund: Es verkürzt auf natürliche Weise die Einschlafphase und sorgt teilweise für eine bessere und längere Tiefschlafphase. Gleichzeitig nimmt Baldrian im Vergleich zu chemischen Mitteln keinen Einfluss auf den natürlichen Schlafrhythmus – Baldrianpräparate sind also genau das richtige für Sie, wenn Sie ein sanftes Mittel für Schlafprobleme suchen, damit Sie tagsüber voll leistungsfähig und fit sind.

Folgende Dinge sollten Sie bei der Wahl Ihres Baldrian-Präparats beachten:

  • Baldrian gibt es in unterschiedlichen Darreichungsformen: Besonders praktisch sind Tabletten oder Dragees, da sie einfach eingenommen werden können und – im Vergleich zu streng riechenden Tees – geruchsneutral sind.
  • Baldrian sollte hochdosiert eingenommen werden, um zu wirken. Gut geeignet sind mindestens 600 Milligramm Extrakt pro Tag.
  • Um seine Wirkung zu entfalten, muss Baldrian in der Regel rund zwei Wochen lang eingenommen werden.
  • Greifen Sie stets auf Baldrian-Produkte aus der Apotheke zurück – diese sind von höherer Qualität als Mittel aus der Drogerie.
  • In der Regel sind Mittel mit Baldrian nicht für Schwangere und Stillende sowie Kinder unter zwölf Jahre geeignet. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrem Arzt oder Apotheker. Hier erfahren Sie mehr zum Thema Schwangerschaft und Baldrian.

Ich schlafe schlecht: Hilft Baldrian oder muss ich zum Arzt?

Wenn sich die Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum hinweg erstrecken, fragen sich Betroffene oft, ob sie sich mit pflanzlichen Mitteln selbst helfen können oder ob etwas Ernsteres dahintersteckt und sie dies ärztlich abklären lassen müssen.

Vorübergehende Schlafstörungen, die auf Stress oder Überlastung zurückzuführen sind, können zunächst gut in Eigenregie behandelt werden. Der Arzt sollte hingegen hinzugezogen werden, wenn Sie folgende Aussagen mit „Ja“ beantworten können:

  • Ich schlafe immer schlecht ein.
  • Ich wache nachts auf.
  • Der Schlaf ist nicht erholsam.
  • Mindestens dreimal wöchentlich leide ich unter diesen Störungen.
  • Die Probleme treten bereits seit über einem Monat auf.
  • Tagsüber fühle ich mich stark beeinträchtigt (antriebslos, erschöpft, gereizt und/oder unkonzentriert).

Der Arzt kann die Ursache für Ihre Beschwerden herausfinden und mit Ihnen gemeinsam entscheiden, ob ein pflanzliches Präparat das Mittel der Wahl ist oder ob psychotherapeutische Ansätze beziehungsweise eine Beobachtung im Schlaflabor sinnvoller wären.

Ergänzend zur Einnahme von Baldrian: Durchschlafprobleme & Einschlafprobleme bekämpfen

Folgende Tipps und Tricks sollten Sie versuchen, wenn Sie Probleme mit dem Schlafen haben:

  1. Den Tag ruhig ausklingen lassen: Häufig liegt ein sehr hektischer Tag hinter uns, wenn wir nachts nicht schlafen können. Dann heißt es abschalten vor dem Zubettgehen. Machen Sie hierfür zum Beispiel einen gemütlichen Spaziergang am Abend – und zwar alleine. So können Sie das Erlebte in Ruhe noch einmal aufarbeiten und anschließend sacken lassen.
  2. Ein heißes Bad nehmen: Wärme und ein angenehmer Duft können helfen, müde zu werden. Lassen Sie sich hierfür ein angenehm temperiertes Vollbad ein und entspannen Sie darin rund 15 Minuten. Hören Sie dabei leise ruhige Musik und dimmen Sie das Licht oder stellen Sie ein paar Kerzen auf. Kuscheln Sie sich anschließend in einen warmen Pyjama und gehen Sie sofort ins Bett.
  3. Das Schlafzimmer anpassen: Ein Schlafzimmer sollte ruhig, dunkel und angenehm temperiert sein. Wenn also der Partner zum Beispiel jede Nacht laut schnarcht, sollten Sie über getrennte Schlafzimmer nachdenken. Auch das Fernsehen im Bett dient nicht der Erholung, sondern hält aufgrund der Geräusche und des Lichts eher wach. Über die ideale Temperatur ist kein allgemeingültiger Wert bekannt: Manche Menschen mögen es eiskalt, andere kuschelig warm. Testen Sie aus, was Ihnen guttut und bleiben Sie dabei.
  4. Rituale einführen: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und das gilt auch für das Einschlafen. Versuchen Sie deshalb, abends immer ein bestimmtes Ritual zu vollziehen, das ihr Gehirn dann im Lauf der Zeit mit dem Einschlafen verbindet. Das kann das Trinken eines bestimmten Tees vor dem Zubettgehen sein, eine kleine, sanfte Yoga-Übung oder das Lesen in einem nicht zu aufwühlenden Buch.

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Zudem kann es auch manchmal nützlich sein, das Baldrian-Mittel zu wechseln. Wer beispielsweise mit einem Tee keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt hat, kann es auch einmal mit Baldrian-Tabletten zum Einschlafen probieren.