Medikamente gegen Stress: Verbündete in der Stressbewältigung

Egal ob die eigenen Ansprüche, der Arbeitsplatz oder die Familie: Viele Faktoren können zur Entwicklung einer hohen Stressbelastung beitragen. Eine Zeit lang kann der Betroffene damit meist noch gut umgehen, doch irgendwann verlangen ihm die Herausforderungen so viel Kraft ab, dass ein Ausgleich kaum noch möglich ist; die innere Unruhe wird zum ständigen Begleiter. Um etwas Entspannung zu finden, liegt in dieser Situation der Griff zu Beruhigungsmitteln nahe. Doch was bringen diese Medikamente gegen Stress wirklich?

Wann kommen Medikamente gegen Stress zum Einsatz?

Verabreichen von Beruhigungsmitteln zur besseren Stressbewältigung

Wer von Stress geplagt wird, fühlt sich überfordert: Die Angst, den Anforderungen des Umfelds nicht mehr gerecht zu werden, verfolgt überallhin – sogar bis in Erholungsphasen hinein. Betroffene finden keine Ruhe mehr; sie fokussieren auf den vor ihnen liegenden Berg an Aufgaben, der wächst und wächst. Um alles bewältigen zu können, verzichten sie auf Pausen und verstärken damit die innere Anspannung nur noch mehr. Der Druck wird größer, die mentale Erschöpfung steigt.

Was Betroffene in dieser Phase vor allen Dingen brauchen, ist Erholung. Sie müssen sich entspannen und die Gelegenheit bekommen, die eigenen Energiereserven wieder aufzufüllen. Das Problem: Wer fürchtet, Ansprüche nicht erfüllen zu können, nimmt sich in der Regel nicht die Zeit, um Kraft zu sammeln – sondern arbeitet bis die eigene Belastungsgrenze erreicht oder überschritten ist.

Letztendlich bedeutet das einen Verlust des inneren Gleichgewichts. Ruhe wird für viele Betroffene zum Fremdwort – die innere Anspannung ist so groß, dass selbst in den seltenen Momenten, in denen Entspannung möglich wäre, keine richtige Erholung stattfindet. Es dauert nicht lange bis sich die ersten Stress-Symptome bemerkbar machen.

Um allmählich wieder in einen gesünderen Lebensrhythmus zu gelangen, kann es sich dann lohnen, Medikamente gegen den Stress einzunehmen. Beruhigungsmittel ermöglichen echte Ruhe bis der Betroffene gelernt hat, selbst auf die Einhaltung von Pausen und die Signale des eigenen Körpers zu achten.

Beruhigungsmittel – die Medikamente gegen Stress

Beruhigungsmittel (oder auch Sedativa) sind Mittel gegen Stress und andere Unruhezustände, die beruhigend wirken und den Drang zur Aktivität deutlich verringern. Die Medikamente ermöglichen Abstand zu den Sorgen und Belastungen des Alltags und verschaffen den Betroffenen so eine Atempause – welche sie auf sich allein gestellt kaum erreichen könnten. Sogar erholsamer Schlaf kann durch die Einnahme der Medikamente gegen Stress gefördert werden.

Um diesen Effekt zu erzielen, wirken die Beruhigungsmittel je nach Wirkstoff auf Botenstoffe im Gehirn oder bestimmte Rezeptoren im zentralen Nervensystem (also Gehirn und Rückenmark). So erreichen sie, dass Angst sich löst und die Muskeln sich entspannen; die Patienten werden ruhig und in vielen Fällen auch müde.

Das klingt als wären pharmazeutische Beruhigungsmittel die ideale Lösung bei Stress? Das stimmt nur bedingt. Denn die Einnahme der Medikamente gegen Stress ist mit Vorsicht zu genießen. Zu den Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Beruhigungsmitteln auftreten können, gehören zum Beispiel:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • verlängerte Reaktionszeiten
  • Koordinationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Mundtrockenheit
  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • depressive Verstimmungen
  • Gewöhnung, die höhere Dosierung erforderlich macht
  • Verdauungsstörungen
  • Verlust der Libido

Dazu kommt: Bei Beruhigungsmitteln dieser Art ist die Gefahr einer Abhängigkeit besonders groß. Das Nervensystem gewöhnt sich an die Mittel gegen Stress und zwingt damit kontinuierlich zur Einnahme höherer Dosen. Wer die Behandlung nach längerer Zeit abbricht, zum Beispiel, weil er durch das Erlernen von Entspannungstechniken nun selbst dazu in der Lage ist, den Stress und seine Auswirkungen einzuschränken, hat mit Entzugserscheinungen zu kämpfen. Ein Absetzen der Beruhigungsmittel ist daher nur schrittweise ratsam.

Pflanzliche Beruhigungsmittel als natürliche Mittel gegen Stress

Wenn Sie das Gefühl haben, für eine Weile etwas Unterstützung bei der Beruhigung zu brauchen, aber keine Beruhigungsmittel-Abhängigkeit riskieren möchten, sind pflanzliche Medikamente gegen Stress die richtige Alternative für Sie.

Wirkstoffe wie der weithin bekannte Baldrian haben sich als traditionelle Mittel gegen Stress bewährt. Im Gegensatz zu manchen Beruhigungsmitteln erzeugt das pflanzliche Schlafmittel Baldrian keine Abhängigkeit, führt nicht zu Tagesmüdigkeit und kann sogar die Konzentrationsfähigkeit fördern. Die wertvolle Arzneipflanze ist in verschiedenen Darreichungsformen wie Tabletten oder Tees rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Seine ätherischen Öle lösen Anspannungen der Muskeln und wirken entspannend auf die Psyche. Dadurch findet der Betroffene nicht nur Ruhe, sondern kann auch bestehende Schlafstörungen überwinden.