Burnout bei Kindern und Jugendlichen

Von der Schule überfordertes Kind leidet an Burnout

Auch wenn es im ersten Moment eher unwahrscheinlich erscheint, gehören Kinder und Jugendliche zu den Burnout-Risikogruppen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Kind zurückzieht oder einfach ausgebrannt wirkt, können dies Anzeichen von Burnout sein. Welche weiteren Symptome gibt es und welche Gründe führen häufig zu Burnout bei Kindern?

„Mama, ich kann nicht mehr“ – Erste Burnout-Anzeichen Ihres Kindes

Eines vornweg: Alle Kinder sind verschieden und die ersten Symptome äußern sich bei jedem anders. Trotzdem sind bestimmte Warnzeichen auffällig, wenn Kinder an Burnout erkranken. Es gibt solche, die versuchen, immer 100 Prozent Leistung abzuliefern und es allem und jedem recht machen wollen. Der übermäßige Ehrgeiz führt bei den Kindern zwar nicht zwangsläufig zu Burnout, doch sollte dieses Verhalten genauer beobachtet werden.

Ein weiteres Anzeichen bei Betroffenen ist Antriebslosigkeit. Dadurch enden sie häufig in einer kompletten Isolation von Schule und Freunden. Beispielsweise wird das Fußballtraining nicht mehr besucht und für die Freunde haben sie kein Interesse mehr. Fühlt sich ihr Kind plötzlich wohler, wenn es alleine in seinem Zimmer ist und will das Haus nicht mehr verlassen? Auch darauf sollte geachtet werden, ziehen sie sich immer mehr zurück und vermeiden das Umfeld, könnte es sich um Burnout handeln.

Bei Kindern und Jugendlichen mit Burnout kommt es als Folge oft zu einem rapiden Leistungsabfall in der Schule. Das liegt daran, dass sie sich immer mehr zurückziehen und mit der Zeit auch weniger belastbar werden. Sie kommen mit dem großen Aufgabenberg nicht mehr zurecht und sind schlichtweg überfordert.

Nicht selten äußert sich Burnout auch durch körperliche Symptome. Zu ihnen gehören:

Wenn Kids Burnout haben, können sich physische Symptome auch in Form von Erkrankungen äußern. Dann leiden Kinder häufig unter Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen oder Magen-Darm-Beschwerden. Dies sollte von einem Arzt untersucht werden.

Mögliche Auslöser für Burnout bei Kindern und Jugendlichen

Es kann verschiedene Gründe geben, warum sich Kinder und Jugendliche ausgebrannt fühlen. Hierbei spielen meistens die Kombination aus äußeren Faktoren und persönlichen Eigenschaften eine wichtige Rolle. Äußere Faktoren, die Burnout beeinflussen, sind zum Beispiel:

  • Stress- und Angstsituationen: Solche Umstände nehmen bei Kindern und Jugendlichen immer mehr zu. Der höhere Anspruch der Schule durch gesteigerten Lernaufwand und Hausaufgaben oder Unterricht am Nachmittag, die Mitgliedschaft im Verein, Musikstunden, Arzttermine und dann noch Zeit für Freunde finden: Schon beim Lesen wird klar, dass unsere Kleinen für ihr Alter ganz schön viele Verpflichtungen haben. Wird das irgendwann zu viel, kann es bei den Kids zu Burnout kommen.
  • Mobbing: Auch dieser Faktor kann ein Auslöser für Burnout bei Jugendlichen und Kindern sein. In den meisten Fällen vertrauen sich die Kinder niemanden an, wenn sie in der Schule gemobbt werden. Sie ziehen sich dann häufig zurück und isolieren sich, bis die emotionale Last irgendwann zu groß wird und sie an Burnout erkranken.
  • Familienprobleme: Schicksalsschläge und Veränderungen innerhalb der Familie werfen Kinder und auch Jugendliche oft aus der Bahn. Sei es die Scheidung der Eltern oder der Verlust eines Familienmitglieds – gerade Kinder reagieren oft sehr sensibel auf solche Geschehnisse. Dies muss natürlich nicht zwangsläufig dazu führen, dass Ihre Kids an Burnout erkranken, kann aber unter Umständen ein Auslöser dafür sein.
Wenn Kinder an Burnout leiden, kommen zu den äußeren Faktoren häufig noch persönliche Eigenschaften dazu, die die Entstehung der Erkrankung beeinflussen. Übermäßiger Ehrgeiz oder ein gesteigerter Wunsch nach Anerkennung sind Beispiele dafür.

Kinder mit Burnout – So kann ihnen geholfen werden

Es sind Kleinigkeiten, die den Kindern oftmals am besten helfen. Ein Anfang ist getan, wenn der Terminkalender der Kinder eingestampft wird. So geben Sie Ihren Kindern die Möglichkeit, die Freizeit wieder anderweitig zu nutzen, raus in die Natur zu gehen oder Freunde zu treffen.

Wenn Burnout bei Kindern und Jugendlichen schon länger besteht und sich keine Besserung zeigt, ist es hilfreich, eine Therapie zu besuchen. Dort werden Betroffene unter anderem durch Gruppenarbeiten langsam wieder an soziale Kontakte herangeführt. Außerdem kommt die sogenannte Gesprächstherapie zum Einsatz, wodurch die Kinder die aufgebaute Last loswerden können.

Falls Schlafstörungen zu den Symptomen beim Burnout der Kinder gehören, können auch pflanzliche Arzneimittel eingenommen werden. Hier hat sich beispielsweise Baldrian bewährt. Er dient zur Entspannung und kann für innere Ruhe und einen erholsameren Schlaf sorgen. Hierbei ist zu beachten, dass die meisten baldrianhaltigen Produkte erst ab zwölf Jahren eingenommen werden dürfen. Die Dauer der Einnahme sollten Sie am besten mit Ihrem Arzt absprechen.

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