Welche Ursachen hat ein Burnout?

Burnout ist ein Begriff, den der Volksmund gerne und häufig verwendet. Vielen Menschen ist dabei allerdings nicht klar, welche Symptome eigentlich damit verbunden sind und vor allem welche Ursachen ein Burnout haben kann. Um die wichtigste Information vorwegzunehmen: Bei Burnout sind sehr viele Ursachen möglich. Lesen Sie hier mehr dazu!

Innere und äußere Ursachen von Burnout – was infrage kommt

Es ist noch nicht abschließend geklärt, was genau ein Burnout auslöst. Sicher ist jedoch, dass er sich in erster Linie durch einen Verlust der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit äußert. Das ist damit verbunden, dass sich Betroffene oft nicht mehr richtig erholen können und sie von Schlafstörungen sowie einer ständigen inneren Unruhe geplagt sind.

Grundsätzlich lassen sich dabei verschiedene Ursachen von Burnout unterscheiden, die mit der eigenen Persönlichkeitsstruktur auf der einen Seite sowie mit der Umwelt der Betroffenen auf der anderen Seite – also zum Beispiel der Situation am Arbeitsplatz – zu tun haben. Wenn beide zusammen auftreten, steigt die Gefahr, an einem Burnout zu leiden, deutlich an.

Innerliche Ursachen von Burnout

Junger Mann mit viel Stress auf der Arbeit, was die Ursache für Burnout sein kann

Die eigene Persönlichkeit kann eine Ursache sein, die das Auftreten eines Burnouts wahrscheinlicher macht. Als gefährdet gelten zum Beispiel Menschen mit geringem Selbstbewusstsein. Sie weisen nämlich häufig die Tendenz auf, fremde Bedürfnisse über die eigenen zu stellen.

Bei vielen ist dementsprechend das Vorhandensein des sogenannten Helfersyndroms charakteristisch. Ferner haben sie Schwierigkeiten „Nein“ zu sagen, da sie befürchten, ihr Gegenüber ansonsten zu enttäuschen. Das Ziel lautet, zu gefallen und von seinen Mitmenschen geliebt oder mindestens akzeptiert zu werden.

Ebenso erkranken ehrgeizige Menschen – die von Natur aus mit viel Tatendrang ausgestattet sind – häufiger an einem Burnout als Personen mit anderen Zielsetzungen im Leben. Auch hier spielt der Wunsch nach Anerkennung eine wesentliche Rolle. Diese Menschen möchten unersetzbar sein und anderen ein sehr positives Bild von sich vermitteln. In der Folge setzen sich Betroffene durch die eigene hohe Erwartungshaltung so unter Druck, dass die damit verbundenen, hochgesteckten Ziele irgendwann fast zwangsläufig an der Realität scheitern müssen. Um Hilfe bitten Persönlichkeiten wie diese, selbst wenn sie wirklich überfordert sind, ebenfalls nicht. Die Folge in beiden Fällen: Die körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab, nicht selten verbunden mit einer emotionalen Erschöpfung.

Wenn Sie sich selbst in den genannten Verhaltensweisen und Eigenschaften wiedererkennen, muss es noch nicht zu spät sein. Denn sie tragen zwar zu einem höheren Risiko bei, irgendwann einmal an einem Burnout zu leiden. Jedoch müssen Sie dies nicht passiv über sich ergehen lassen und können vorher rechtzeitig gegensteuern. Das gelingt zum Beispiel durch das Beherzigen unserer Tipps, wie Sie einem Burnout vorbeugen.

Einflüsse des äußeren Umfelds als Ursache von Burnout

Stress gilt als wesentliche Ursache von Burnout. Bei den meisten Burnout Patienten findet er seinen Ursprung zunächst in belastenden Arbeitsbedingungen. Das bedeutet:

  • Es gibt keinen wirklichen Feierabend,
  • man ist via Geschäftshandy fast immer erreichbar und
  • Überstunden werden angehäuft, ohne dass es jemals irgendeinen Ausgleich dafür gebe.

Dadurch leistet man kostenlose Mehrarbeit, täglich wechselnde Schichtdienste oder verbringt das Wochenende im Büro oder vor dem Laptop. Gesundheitsschädliche Beispiele aus dem Berufsalltag, die zur körperlichen und geistigen Überlastung führen, gibt es leider sehr viele.

Wenn dazu noch die Anerkennung durch den Chef fehlt, weil immer mehr unerfüllbare Aufgaben auf einen niederprasseln, und der Erfolg nicht von der eigenen Leistung, sondern von den Launen der Vorgesetzten abhängig ist, ist die Grenze zum Mobbing schnell erreicht. Das gilt besonders für berufliche Kontexte, in denen das Betriebsklima im Allgemeinen schlecht ist und die Kollegen keine wirklichen Verbündeten sind.

Existiert dazu kein soziales Netz (Lebenspartner, Familie oder Freunde), das positive Akzente – zum Beispiel in Form von gemeinsamen Unternehmungen – setzen kann, dann befindet man sich schnell in einem Teufelskreis, aus dem man nicht so leicht wieder herauskommt. Treffen all diese möglichen Ursachen von Burnout zusammen, ist es nicht verwunderlich, wenn einem die vormals robuste Gesundheit mitteilt: Bis hierher und nicht weiter. Warnsignale sendet der Körper nämlich vorher genug. Man muss diese allerdings ernst nehmen, sich rechtzeitig Hilfe gegen Burnout suchen und diese vor allem auch annehmen.